Brasilianische Filmtage im WOKI, Bonn – 15 und 17.07.14

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Di 15.7. 2014, 18:30 Uhr |

„Que Bom Te Ver Viva” – How nice to see you alive (1989)

Regie: Lúcia Murat (100 min.), OmeU,

 

Di 15.7. 2014, 20:45 Uhr |

„O Dia que Durou 21 Anos” | The day that lasted 21 years (2012),

Regie: Camilo Tavares (73 min.), OmeU |

UND

„Verdade 12.528“ | Truth 12.528 (2013)

Regie: Paula Sacchetta und Peu Robles (55 min.), OmeU

 

Do 17. Juli 2014, 18:30 Uhr |

„Diário de Uma Busca” | Diary, Letters, Revolutions (2010)

Regie: Flávia Castro (108 min.), OmeU

 

Do 17. Juli 2014, 20:45 Uhr |

„Cidadão Boilesen” | Citizen Boilesen (2009)

Regie: Chaim Litewski (92 min.), OmeU

 

Wo: WOKI Filmpalast und Atelier

Bertha-von-Suttner-Platz 1-7
53111 Bonn

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Veranstaltung: Das Verschwinden der Guerrilla-KämpferInnen von Araguaia Vergangenheitspolitik in Brasilien – 50 Jahre nach dem Putsch

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Datum: 19.06
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: Rosa Luxemburg Stiftung, Franz Mehring Platz 1, Seminarraum 3 (1.
Stock)

Anfang der 1970er Jahre war im brasilianischen Amazonasgebiet eine
Guerillagruppe aktiv. Ihr Ziel war es, den Widerstand gegen die
Militärdiktatur von einer ländlichen Region aus zu organisieren, die
gerade durch Straßen und Bergbau erschlossen wurde. Ende 1974 fielen die
Gueriller@s der Region des Araguaia-Flusses den brasilianischen Militärs
zum Opfer – und “verschwanden”.

Über die Guerrilla von Araguaia ist in Deutschland wenig bekannt. In
Brasilien ist sie nicht nur für eine linke Geschichtsschreibung, sondern
auch für die Aufarbeitung der Vergangenheit im Rahmen der aktuellen
Wahrheitskommissionen zentral.
Zum einen markierte das Auslöschen der Guerrilla von Araguaia einen
Wendepunkt in der Repression der brasilianischen Militärdiktatur: Die
Politik der Folter, der politischen Gefangenschaft und der gezielten
Morde wurde überschritten und die Politik des Verschwindenlassens hier
allgemein und systematisch angewandt.

Bis heute sind die meisten Körper von 70 bis 80 Guerilla-KämpferInnen
noch nicht gefunden worden. Der Interamerikanische
Menschenrechtsgerichtshof hat Brasilien 2010 dazu verurteilt, die
Geschehnisse aufzuklären, die sterblichen Überreste zu suchen und den
Familienangehörigen zu übergeben, Strafverfahren gegen die
Verantwortlichen zu führen und die Gesetzgebung so zu reformieren, dass
dies alles auch möglich ist. Der “Fall Araguaia” wurde so auch zu einem
zentralen Fall für den Kampf gegen das Amnestiegesetz und die
Straffreiheit in Brasilien.

In der Veranstaltung wird Janaina Teles über die Geschichte der Guerilla
von Araguaia berichten und deren Bedeutung für die aktuelle
Vergangenheitspolitik in Brasilien zur Diskussion stellen.

Janaina Teles ist Historikerin und forscht seit vielen Jahren zur
Geschichte der Militärdiktatur und der Repression in Brasilien – und hat
auch die Geschichte der Guerrilla von Araguaia aufgearbeitet. Ihre
Familie war selbst von Folter, politischer Gefangenschaft und
Kindesentführung betroffen und hat sich zur Wehr gesetzt – und
erfolgreich eine Zivilklage gegen ihren Folterer Carlos Ustra geführt.

Referentin: Janaina Teles

Referentin: Janaina Teles

Die Veranstaltung wird konsekutiv übersetzt

Eine Veranstaltung in Kooperation des FDCL (Forschungs- und
Dokumentationsstelle Chile Lateinamerika), der Rosa Luxemburg Stiftung
und des Lateinamerika-Instituts der FU Berlin

Nunca Mais – Polizeigewalt in der Favela

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Eine Podiumsdiskussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte

Am 29.05. fand im Haus der Demokratie und Menschenrechte die Veranstaltung „Wo ist Amarildo? Befriedung oder Demokratisierung I Polizeigewalt in Favelas von Rio de Janeiro statt. Wider Befürchtung (Feiertag und verlängertes Wochenende) war der Robert-Havemann-Saal fast voll, unter der Beteiligung von 60- 70 BesucherInnen sprachen Jailson de Souza e Silva vom Observatório de Favelas, seine Frau Eliana Silva von den Redes da Maré einer seit Wochen von der brasilianischen Armee besetzten Favela sowie Heiner Busch, Redakteur der Zeitschrift CILIP für Bürgerrechte und Polizei. Die Veranstaltung wurde moderiert von Lutz Taufer, Vorstand Weltfriedensdienst, der selbst 12 Jahre in Favelas von Rio gearbeitet hatte, und von Sarita Brandt und Bärbel Dielmann verdolmetscht.

Eliana und Jailson, die beiden brasilianischen Gäste, legten großen Wert auf eine differenzierte Darstellung der Favela. „Die Menschen in der Favela sind nicht nur Opfer, sie verfügen über viel Kompetenz, Talente, Zielstrebigkeit, improvisationsfähigkeit und Zukunftshoffnung.“ Jailson: „Im brasilianischen Mittelstand gibt es massive rassistische Vorurteile gegen die Favelados: sie seien alle kriminell und dumm. Der Mittelstand, die Eliten fürchten nichts mehr als die Verringerung der sozialen Kluft zwischen Arm und Schwarz auf der einen, und Reich und Weiß auf der anderen Seite. Gegen die gesetzliche Einführung einer Quote, die auch armen und schwarzen Jugendlichen den Zugang zur Universität garantiert, wie vor ein paar Jahren geschehen, liefen die privilegierten Schichten Sturm.“ Um diesem Zerrbild einen ersten, realitätsadäquate Eindruck entgegenzusetzen hatten Eliana und Jailson ein Video mit zahlreichen Favela-Szenen mitgebracht.


Kinder, Frauen, Männer, ihr Alltag, ihr Kampf und ihre Freude und am Ende der Krieg. Polizei, Maschinenpistolen, Demonstrationen gegen die von der Militärpolizei ermordeten Favelados. Juni 2010 war Militärpolizei in die Favela eingedrungen und schoss wahllos auf Erwachsene, Schulkinder, Kleinkinder. Rache für einen toten Polizisten. 2013 wiederholt sich die Chacina, wie diese immer wieder durchgeführten Massaker heißen, ein Polizist war getötet worden, es bleiben zehn tote Favelados zurück. Amnesty International kritisiert in ihrem Jahresbericht 2013 diese „summarische Exekutionen“, auch Rita Maria Kehl, eines der sieben von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff ernannten Mitglieder der Nationalen Wahrheitskommission berichtete uns auf der Frankfurter Buchmesse von diesen Chacinas. Jailson“ „ Wir erleben einen Genozid an den jungen, männlichen und armen Afrodescendenstes, die Zahl der von der Polizei getöteten weißen Jugendlichen ist rückläufig, die Zahl der schwarzen getöteten Jugendlichen nimmt ständig zu. Die Militärpolizei ist im Geist einer militärischen Streitmacht ausgebildet, für sie gibt es nur Freund oder Feind. Und die Favela-Bevölkerung ist die Bevölkerung des Feindes, des Narcotrafico.“ Ist der Vergleich mit dem Vorgehen der SS und der Wehrmacht gegen die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten unzulässig? Ich fürchte es gibt Parallelen. Bis vor kurzem hat die brasilianische Gesellschaft gleichmütig zugesehen, auch die europäische Linke ist sehr zurückhaltend.

Eliana berichtet von der Phase Pré-UPP, also die Wochen und Monate, wo Maré wusste, dass die „Befriedungspolizei“ UPP im Maré einrücken würde. Dies geschah im März 2014. „Die Redes da Maré, das Observatório de favelas und das Büro von Amnesty International schlossen eine Partnerschaft, um das agieren der UPP in Maré zu begleiten und zu dokumentieren. Die Erfassung und Dokumentation von Schießereien, Beschimpfungen, Respektlosigkeiten und grausames Vorgehen erfolgte von Journalisten und Fotografen mit Unterstützung der Bevölkerung. In der Kampagne „Somos da Maré e Temos Direitos“ (Wir sind aus Maré und haben Rechte) wurden die Bewohner*innen auf die Implementierung der UPP vorbereitet, indem sie über ihre Rechte aufgeklärt wurden, z.B. Hausdurchsuchung nur mit Durchsuchungsbefehl. Tausende entsprechende Merkzettel wurden verteilt. Wir haben zu zahllosen Themen gearbeitet: ‚Warum ist die Polizei so gewalttätig?‘; ‚Vom Recht auf Bildung in der Favela‘; ‚Nacht des Terrors in der Maré‘; ‚Maré will Frieden‘ und viele andere mehr.“

Jailson: „Die UPP ist ein Schritt in die richtige Richtung, weg von der Ausrottungspolitik, aber es reicht nicht, wenn das Militärkommando des Narcotrafico durch das Militärkommando der UPP ersetzt wird. Die Favelabewohner*innen müssen zu Bürgerinnen und Bürgern Brasiliens werden, mit allen Rechten auf Bildung, Gesundheit, öffentliche Sicherheit, und vieles anderes mehr, was ein ganz normales Stadtviertel ausmacht. Wir wollen die soziale Kontrolle der UPPs durch die Favelados.“

Heiner Busch, dem für sein Kommen zu einer für ihn nicht ganz einfachen Materie besonders zu danken ist, betonte, dass er sehr vorsichtig sei mit dem Herstellen von Parallelen zwischen der Situation in der brasilianischen Favela und den dortigen Demokratisierungsbemühungen und entsprechenden Bemühungen in Europa. Ursprünglich habe es im Nachkriegsdeutschland seitens der Alliierten Bemühungen gegeben, die Polizei im kommunalen Bereich, also näher bei den Bürger*innen aufzubauen. Dies wurde durch Entscheidungen der deutschen Politik zu Fall gebracht. Das Thema Partizipation der Bürger*innen war in den letzten Jahrzehnten immer wieder präsent, stieß aber immer auf heftigen Widerstand seitens der Politik und der Polizeiführung. Bereits die Durchsetzung kleiner Schritte wie etwa das Namensschild an der Uniform konnte nur in langen Kämpfen durchgesetzt werden.

Das Publikum, das sich für das sehr aktuelle Thema interessierte, war auffallend jünger als in den anderen Veranstaltungen im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage, es war weniger Brasilien-Expertise vertreten, dafür viel Wissensdurst und Empathie. In zahlreichen Fragen und Antworten wurde die Thematik weiter ausgeleuchtet. Nach 2 ½ Stunden schließlich die Endrunde: Heiner Busch: „Lasst uns zu den Public Viewings gehen und dort aufklären und protestieren über die Zustände in den Favelas, auch wenn wir uns damit vielleicht unbeliebt machen.“ Eliana und Jailson: „Lasst uns von der FIFA fordern, dass sie mit einem Teil ihrer Gewinne die zahllosen kleinen Fußballschulen, die es in jeder Favela gibt, zu fördern.“ Lutz Taufer: „Wir sollten bis zur Olympiade 2016 denken, wo wieder gigantische Gewinne gemacht werden. Wir sollten darüber nachdenken, FIFA und IOC aufzufordern, einen deutlichen Teil ihrer Gewinne an einen Entwicklungsfond, eine Art Marshall-Plan für Favelas, abzutreten.“

Wir danken dem Weltfriedensdienst, Misereor und der Stiftung Umverteilen für ihr Engagement, das diese Veranstaltung zu einem stark nachgefragten Thema erst möglich gemacht hat.

Lutz Taufer

Jornadas Brasil-Alemanha: Mega eventos esportivos – suas conseqüências e o redespertar da participação popular

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Às vésperas do inicio da Copa, Wolfgang Kreissl-Dörfler, deputado do Parlamento Europeu pelo Partido Social-democrata, o professor da UFRJ Dr. Carlos Vainer e o jornalista Juca Kfouri abordaram as diferentes perspectivas sobre o assunto que vem norteando debates, protestos e reflexões na sociedade brasileira desde o ano passado.

Kreissl-Dörfler, que trouxe na bagagem a experiência das Olimpíadas de Munique de 1972 e da Copa de 2006 na Alemanha, enfatizou que o povo deve ter mais participação na tomada de decisões do que ocorre ou ocorrerá nas suas comunidades, citou como exemplo, o caso de Munique e os jogos de inverno de 2022. Antes de a cidade lançar sua candidatura, houve um plebiscito e 60% da população votou contra a realização dos jogos.

– Ao prometer melhorias na infra-estrutura da cidade em conseqüência da realização do evento, as pessoas alegaram: “por que é preciso fazer as Olimpíadas para que se invista em infra-estrutura? Então façam isso sem os jogos!” Não deve haver decisão sem participação – disse Kreissl-Dörlfler.

Já o Prof. Dr. Vainer apresentou a teoria da cidade de exceção, dando exemplos de que os eventos esportivos e seus organizadores, como a Fifa e a COI, transformam a exceção em situação, como se vê nos vários exemplos que comprometem o desenvolvimento e a sustentabilidade das sociedades e economias locais. A remoção de cidadãos das suas casas para a construção de instalações cujos benefícios para a região são questionáveis, as restrições do comércio local durante a realização dos jogos e até o desrespeito à soberania nacional de um país (em que vistos de entrada são suspensos para estrangeiros que tenham qualquer relação com o evento) devem ser simplesmente aceitos pois fazem parte das regras dessas organizações?

Para fechar o debate, o jornalista Juca Kfouri disse que a Copa deixará dois legados para a sociedade brasileira. O primeiro dentro dos estádios e o segundo fora. O último será tenso, mas é o que vai valer. A sociedade reflete e exige mais do que se é feito dela pois está se dando conta de que a Copa é um grande negócio para quem a organiza, mas algo perigoso para as cidades que a recebem. A partir dessa consciência, haverá mais debates, reflexões e contestações. Ao mesmo tempo, o questionamento e as críticas em relação ao que se é feito da Copa não vão anular a brasilidade das pessoas e a alegria de torcer pelo país. Kfouri define que essa será uma copa da cidadania.

A conversa continua hoje (7) a partir das 14h na sala 100 do prédio novo da PUC-SP (Rua Monte Alegre, 984), com a mesa redonda Amigos e adversários do regime militar brasileiro na Alemanha e, às 19h30min, na sala 239, com a conferência Energia Nuclear no Brasil e na Alemanha: o Acordo Nuclear de 1976 em questão, em que Jürgen Trittin, deputado do Partido Verde Alemão, atual membro do Comitê de Assuntos Externos do Parlamento e ex-ministro do Meio Ambiente, Preservação da Natureza e Segurança Nuclear, o Prof. Dr. Leonam dos Santos Guimarães, da Fundação Armando Álvares Penteado, assessor da Eletrobras, e Capitão da Reserva da Marinha Brasileira, e Chico Whitaker, membro da Comissão de Justiça e Paz e da Coalizão Anti-Nuclear e co-fundador do Fórum Social Mundial encontram-se para debater o assunto. Venha fazer parte da conversa, a entrada é franca.

 

Jornadas Brasil-Alemanha: 50 anos do Golpe de 1964 – 5 a 7 de maio – PUC-SP

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Cartaz com a programação das Jornadas Brasil-Alemanha

Por ocasião dos 50 anos do Golpe militar de 1964, a PUC-SP realiza um ciclo de debates em que se discutirão aspectos importantes das políticas alemã e brasileira como o acordo Nuclear Brasil-Alemanha assinado em 1975, as políticas para grandes eventos e as relações da Alemanha com a ditadura brasileira.

Data e Local: 5 a 7 de maio, PUC-SP, Campus Monte Alegre, Rua Monte Alegre, 984, Perdizes. São Paulo, SP. Entrada franca.

Programação:

 

5 de Maio (2ª feira): Sessão de Abertura

16h: Registro de participantes – Sala 239, Prédio Novo.

19h- 19h30min:  Abertura – Recepção dos convidados e apresentação do simpósio. Sala 239, Prédio Novo.

Palestrantes convidados:

– Profa. Dra. Mariza Romero, Diretora da Faculdade de Ciências Sociais (FCS).
 
– Prof. Dr. Reginaldo Nasser, Departamento de Relações Internacionais, Faculdade de Ciências Sociais.

 

19h30min – 22h: Conferência de Abertura: O que nos une agora: Brasil e Alemanha 50 Anos depois do Golpe Militar. Sala 239, Prédio Novo.

Palestrantes convidados:
– Dr. Luiz Ramalho, sociólogo, diretor de projetos da Cooperação Alemã: Relações Econômicas e Políticas entre Brasil e Alemanha: continuidades e contradições.
 
– Dr. Thomas Fatheuer, Consultor, ex-diretor da Heinrich Böll Stiftung no Brasil: A solidariedade de organizações da sociedade civil alemãs com os movimentos sociais brasileiros.
 
– Profa. Dra. Marijane Vieira Lisboa, (Departamento de Sociologia, FCS, Programa de Pós Graduação em Geografia da PUC-SP, Comissão da Verdade PUC-SP, Reitora Nadir Gouvêa Kfouri): Justiça de Transição e Cultura da Memória: experiências alemãs e brasileiras.

Moderadora : Profa. Dra. Jeanne Marie Gagnebin (Departamento de Filosofia, Faculdade de Filosofia, Comunicação, Letras e Artes, PUC-SP).

 

6 de Maio (3ªfeira):

19h30min – 22h: Conferência: A Política dos Megaeventos: A Copa e a Olimpíadas Sala 239, Prédio Novo.

Palestrantes convidados:

– Prof. Dr. Carlos Vainer (IPPUR/UFRJ).
 
– Wolfgang Kreissl-Dörfler, deputado do Parlamento Europeu pelo Partido Social-democrata alemão (SPD).
 
– Juca Kfouri, jornalista.

Moderadora: Marilene de Paula (Fundação Heinrich Böll).

Lançamento do livro: “Copa, para quem e para quê? Um olhar sobre os legados dos mundiais no Brasil, África do Sul e Alemanha” (Fundação Heinrich Böll)

 

7 de Maio (4ª feira):

 

14h – 16h: Mesa Redonda: Amigos e adversários do regime militar brasileiro na Alemanha. Sala 100, Prédio Novo.

Coordenação da Mesa: Prof. Dr. Vitor Hugo Klagsbrunn, Departamento de Economia, UFF.

Palestrantes convidados:
– Vitor Sion, Bacharel em Comunicação Social pela PUC-SP e mestrando em Relações Internacionais do Programa Santiago Dantas (Unesp, Unicamp, PUC-SP). Empresas alemãs em apoio à Ditadura.
 
– Rodolfo Machado, Bacharel em Direito pela PUC-SP e mestrando em História da PUC-SP: Ministro da Justiça de Médici na República Federal Alemã: A defesa da Ditadura.
 
– Clemens Schrage, (ex assistente de Botânica da USP, expulso do Brasil em 1969 e anistiado em 1986, exilado na RFA). A atuação dos refugiados/exilados e entidades alemãs na denúncia dos crimes da ditadura e no acolhimento de novos refugiados.
 
– Maurício Santoro, cientista político, Assessor da Anistia Internacional: A atuação da Anistia Internacional Alemã aos refugiados brasileiros.

Comentadora: Profa. Dra. Heloísa Cruz, Departamento de História, FCS, Comissão da Verdade da PUC-SP, Reitora Nadir Gouvêa Kfouri.

 

19h30min – 22h : Conferência: Energia Nuclear no Brasil e na Alemanha: o Acordo Nuclear de 1976 em questão. Sala 239, Prédio Novo.

Palestrantes convidados:

– Jürgen Trittin, Deputado do Partido Verde na República Federal Alemã, atual membro do Comitê de Assuntos Externos do Parlamento e Ministro do Meio Ambiente, Preservação da Natureza e Segurança Nuclear de 1998-2005.
 
– Prof. Dr. Leonam dos Santos Guimarães, Da Fundação Armando Álvares Penteado, assessor da Eletrobras, Capitão da Reserva da Marinha Brasileira.
 
– Chico Whitaker, membro da Comissão de Justiça e Paz e da Coalizão Anti-Nuclear e co-fundador do Fórum Mundial Social.

Moderador: Prof. Dr. Reginaldo Nasser, chefe do Departamento de Relações Internacionais, da FCS, PUC-SP.

 

 

Comissão organizadora:

Profa. Dra. Marijane Vieira Lisboa – Departamento de Sociologia, FCS, Programa de Estudos Pós Graduados de Geografia.

Prof. Dr. Reginaldo Nasser – Chefe do Departamento de Relações Internacionais, FCS.

Profa. Dra. Cláudia Marconi – Vice Chefe do Departamento de Relações Internacionais, FCS.

Vitor Sion – Mestrando em Relações Internacionais pelo Programa Santiago Dantas (Unesp, Unicamp, PUC-SP).

Rodolfo Machado – Mestrando em História pela PUC-SP.

Natália Pascher – Ex aluna de Relações Internacionais pela PUC-SP.

 

Suporte técnico: Assessoria de Relações Internacionais PUC-SP (ARII), Assessoria de Comunicação Institucional (ACI) , Divisão de Tecnologia de Informação DTI, Núcleo de Eventos e Cerimonial.

Promoção: Faculdade de Ciências Sociais, Curso de Relações Internacionais, Departamento de Relações Internacionais, Programa de Estudos Pós Graduados em Geografia, PUC-SP e Programa de Pós-Graduação em Relações Internacionais San Tiago Dantas (Unesp, PUC-SP e Unicamp).

Apoio: Fundação Friedrich Ebert, Fundação Heinrich Böll, Opera Mundi, Centro Alemão de Ciência e Inovação São Paulo, Temporada Alemanha+Brasil 2013-2014, Programa de Educação Tutorial de Relações Internacionais da PUC-SP, Comissão da Verdade da PUC-SP, Reitora Nadir Gouvêa Kfouri.

Besondere Stimmung bei der Kucinski-Lesung in Köln

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Eine ganz besondere Stimmung herrschte bei der Lesung mit Bernardo Kucinski in Köln. Davon zeugen die wunderbaren Bilder von Hans-Dieter Hey und dem Forum r-mediabase

VERANSTALTUNG: NACH 50 JAHREN

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NOVEMBER | ORT: PUC, SÃO PAULO

DER BERICHT DER NATIONALEN WAHRHEITSKOMMISSION UND DIE SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE DEUTSCH-BRASILIANISCHEN BEZIEHUNGEN
BILANZ UND JAHRESABSCHLUSSVERANSTALTUNGDERNUNCAMAISBRASILIENTAGE IN BRASILIEN

Ort: N.N.
Zeit: November
Ort, Zeit und alle weiteren Informationen werden auf der Webseite der Initiative Nunca Mais – Nie Wieder www.nuncamais.de rechtzeitig bekanntgegeben.

VERANSTALTUNG: NACH 50 JAHREN

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ENDE NOVEMBER | ORT: BERLIN

DER BERICHT DER NATIONALEN WAHRHEITSKOMMISSION UND DIE SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE DEUTSCH-BRASILIANISCHEN BEZIEHUNGEN
BILANZ UND JAHRESABSCHLUSSVERANSTALTUNGDERNUNCAMAISBRASILIENTAGE IN DEUTSCHLAND

Ort: N.N.
Zeit: Ende November
Ort, Zeit und alle weiteren Informationen werden auf der Webseite der Initiative Nunca Mais – Nie Wieder www.nuncamais.de rechtzeitig bekanntgegeben.

PODIUMSGESPRÄCH: BELO MONTE UND DAS ERBE DER MILITÄRDIKTATUR

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PODIUMSGESPRÄCH MIT GUILHERME CARVALHO (FASE UND FAOR, BRASILIEN) UND THOMAS FATHEUER (KOBRA)

Wir sind wütend! Was seid Ihr? - Foto: Ruy Sposati

Wir sind wütend!
Was seid Ihr? – Foto: Ruy Sposati

MI, 2. JULI 2014 | 19:30 UHR | ORT: HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG, BERLIN

Ort: Heinrich-Böll-Stiftung | Kleiner Saal | Schumannstraße 8 | 10117 Berlin
Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung und des Belo-Monte-Netzwerks im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage.
Sprache: Portugiesisch mit Simultanverdolmetschung

Der Bau des Staudamms Belo Monte (mit 11 GW der drittgrößte der Welt) am amazonischen Fluss Xingu im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará ist jüngsten Pressemeldungen zu 34% fertig gestellt, dies obwohl nach wie vor 20 Klagen der Bundesstaatsanwaltschaft in Brasília vor den Gerichten (einschließlich des Obersten Gerichtshofs) anhängig sind und die Rechtslage auf die Illegalität des Staudamms hinweist. Die brasilianische Regierung versucht so, vollendete Tatsachen zu schaffen. Die wiederholt gerichtlich erzwungenen Baustopps werden immer wieder mit dem Verweis auf höherwertige, nationale Interessen aufgehoben. Der Oberste Gerichtshof beruft sich dabei auf das Gesetz aus dem Jahre 1964, das die sogenannte „suspensão de segurança“ definiert, also das Außerkraftsetzen eigentlich verfassungsrechtlich vorgesehener Prinzipien mit dem Verweis auf höherwertige nationale Interessen. Dieses Rechtskonstrukt stammt noch aus der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985). Um die Proteste vor Ort gegen das Staudammprojekt zu unterbinden, entsandte Brasília die Força Nacional de Segurança des Heeres in die Region.

Gemeinsam mit unseren Referenten werden wir die Dimensionen und Folgen des Belo Monte-Staudammprojekts in der Region am Xingu-Fluss debattieren und der Frage nachgehen, ob und inwieweit der Bau von Megaprojekten wie dem Staudamm Belo Monte – die oft gegen den Willen der lokal betroffenen Bevölkerung gebaut werden – mit demokratischen Prinzipien vereinbar ist. Diese Frage weist über Brasilien hinaus, denn sie stellt sich allgemein bei zentral geplanten Großprojekten, die unter Verweis auf höherwertige Interessen gegen die lokal Betroffenen durchgesetzt werden.

VORTRAG MIT DISKUSSION: NUNCA MAIS?

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VOR, WÄHREND UND NACH DER DIKTATUR IN BRASILIEN: MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN GEGENÜBER ARMEN UND SCHWARZEN COMMUNITIES

Polizeigewalt Die Repression hält an - Foto: Isaumir Nascimento

Polizeigewalt
Die Repression hält an – Foto: Isaumir Nascimento

DO, 5. JUNI 2014 | 19:00 UHR | ORT: INTERKULTURELLES FRAUENZENTRUM S.U.S.I., BERLIN

Eine Veranstaltung des Interkulturellen Frauenzentrums S.U.S.I. im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage

Ort: Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I. | Bayerischer Platz 9, 10779 Berlin (Eingang: Innsbrucker Str. 58, 3. Etage)
Sprache: Portugiesisch mit Konsekutivverdolmetschung ins Deutsche

Die Militärdiktatur in Brasilien ist weltweit bekannt als eine Zeit von Gewalt, Kontrolle und Repression gegenüber Gegner_innen des Systems. Akademiker_innen, oolitische Aktivist_innen, Künstler_innen wurden verfolgt, ermordet, gefoltert, verschwunden oder mussten aus Brasilien fliehen, um ihr Leben zu bewahren. Doch wer weiß schon, dass Teile der brasilianischen Bevölkerung schon vor der Militärdiktatur alle Formen staatlicher Unterdrückung erlebt hatten? Während jener Zeit war ihre Situation nicht anders, und noch heutzutage erleben sie polizeiliche Gewalt, werden im Gefängnissystem gefoltert, werden getötet, werden “anders” kontrolliert als viele andere Brasilianer_innen.

Aus der Perspektive von Frauen diskutieren wir über die Erfahrungen von Schwarzen und armen Menschen in der brasilianischen Geschichte. Wir fragen, ob der Begriff “Nunca Mais” (“Nie wieder”) zu diesen Erfahrungen passt.

In Video-Konferenz via Skype sprechen wir mit Valquíria Rosa. Ihr Vater war während der Diktatur ein Schwarzer Aktivist; sie selbst ist seit den 80er Jahren Künstlerin und Aktivistin in São Paulo.

Bei uns ist außerdem Sandra Bello, Koordinatorin des Projekts Sichtbarkeit, Herausgeberin der Zeitschrift Odara / BERLIN. Politisch-soziokulturelle Herkunft: Schwarze Frau, Lesbe, aufgewachsen in einer Favela (Elendsviertel), Kämpferin, die uneingeschränkt in der Lage ist, sich am Leben zu halten.

Moderation: Shirley Rodrigues, geboren in Belo Horizonte, Brasilien, lebt seit 2001 in Berlin, wo sie das Bachelor- und Master-Studium in Philosophie an der TU Berlin abschloss. Afrobrasilianische Tänzerin, Performancekünstlerin und Yoga-Lehrerin.

 

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