Umweltaktivisten und Menschenrechtler fordern Aufkündigung des deutsch-brasilianischen Atomvertrags

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Unter dem Titel “Strahlende Geschäfte – Das deutsch-brasilianische Atomabenteuer” diskutierten am 8. April die zwei brasilianischen Soziologen und Umweltaktivisten, Chico Whitaker und Marijane Lisboa, und der Grünen Politiker und ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin in der Heinrich-Böll-Stiftung.

Podiumsdiskussion "Strahlende Geschäfte" am 8. April in Berlin, Marijane Lisboa, Dawid Bartelt (Moderation), Chico Whitaker, Jürgen Trittin

Podiumsdiskussion “Strahlende Geschäfte” am 8. April in Berlin, Marijane Lisboa, Dawid Bartelt (Moderation), Chico Whitaker, Jürgen Trittin

Im erdrutschgefährdeten Gebiet zwischen den größten Städten Brasiliens, Rio de Janeiro und São Paulo, entsteht derzeit Brasiliens drittes Atomkraftwerk. Während der Militärdiktatur geplant, soll die Anlage Angra 3 jetzt fertiggestellt werden. 1975 schloss die Bundesregierung mit der brasilianischen Militärregierung ein Atomabkommen, welches den Ausbau weiterer Reaktoren und Urananreicherungsanlagen vorsah.

Während Marijane Lisboa eindringlich die Menschenrechtsverletzungen in  der Nähe der einzigen Uranmine Brasiliens schilderte, forderte der Gründer des Weltsozialforums, Chico Whitaker, die deutsche Zivilgesellschaft zum Handeln auf: „Ihr habt in Deutschland eine aufmerksame Öffentlichkeit. Helft uns, dieses Abkommen zur beenden. Wir brauchen und wollen es nicht!“ Die Kündigung des bilateralen Abkommens könne ein Signal für Brasilien sein, dass 2014, 50 Jahre nach dem Militärputsch, Projekte und Vorstellungen der damaligen Militärregierung und ihr Fortwirken bis in die Gegenwart aufgedeckt und aufgearbeitet werden.

Podiumsdiskussion "Strahlende Geschäfte" am 8. April in Berlin, Jürgen Trittin

Podiumsdiskussion “Strahlende Geschäfte” am 8. April in Berlin, Jürgen Trittin

„Die deutsche Regierung hat bis November diesen Jahres die Chance, die Kündigung des Vertrags in die Wege zu leiten. Das wäre ein wichtiges Zeichen, den Ausstieg aus der Kernenergie konsequent durchzuführen“, schloss Jürgen Trittin unter Applaus Applaus des Publikums.

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