WORKSHOP: KONZEPTIONEN VON GEDENKSTÄTTEN IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

Padrão

BRASILIEN UND DEUTSCHLAND

MI, 09. APRIL 2014, 10.00 UHR – 16.00 UHR | ORT: HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG, BERLIN

Tagesworkshop mit Vera Vital Brasil (Psychologin, Entschädigungskommission des Bundesstaates Rio de Janeiro, Brasilien), Ana Bursztyn Miranda (Coletivo Memória, Verdade e Justiça Rio de Janeiro, Brasilien), Vera Karam Chueiri (Rechtsprofessorin, Staatliche Universität Paraná, Brasilien), Dr. Jens-Christian Wagner (Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Weimar), N.N. (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Oranienburg). Moderation: Friederike Strack, (Soziologin, Initiative Nunca Mais – Nie Wieder)

Ort: Heinrich-Böll-Stiftung | Schumannstraße 8 | 10117 Berlin
Zeit: Mi, 09. April 2014, 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sprache: Portugiesisch/Deutsch mit Simultanübersetzung
Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Initiative Nunca Mais – Nie Wieder im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage.
Anmeldung: www.boell.de/calendar | Kein Teilnahmebeitrag

Der Workshop führt Akteure und Akteurinnen aus Brasilien und Deutschland zu dem Thema Erinnerungskultur und historischer Aufarbeitung von Geschichte zusammen. Im Dialog können sich die Teilnehmer/innen über Ideen zu Gestaltung und Konzeption von Gedenkstätten austauschen. Expert/innen von deutschen KZ-Gedenkstätten erläutern die Entwicklung der Geschichte von Erinnerungsorten in Deutschland.

Erst 2012 wurde die Brasilianische Wahrheitskommission von der Regierung mit der Aufarbeitung von Repression und Folter während der brasilianischen Militärdiktatur beauftragt. Auch die Einrichtung von Gedenkstätten wird von der Kommission unterstützt, aber bislang nicht umgesetzt.

Mit der Kampagne „Ocupar memória“ (Die Erinnerung besetzen), will das Coletivo Memória, Verdade e Justiça – Rio de Janeiro den politischen Druck erhöhen, frühere Folterstätten in Orte der Erinnerung umzuwandeln. Auch der ehemalige Sitz der Spezialpolizeieinheit DOPS in Rio de Janeiro soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Der historische Ort repräsentiert die politische Verfolgung während der Militärdiktatur und soll in Zukunft auch Sitz für Menschenrechtskommissionen werden.

Folgende Fragestellungen sollen mit Vertreter/innen deutscher Gedenkstätten diskutiert werden:
Wie können wir Brücken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlagen?
Wie können Betroffene in die Konzeption eingebunden werden?
Wie kann ein Dokumentationszentrum gestaltet werden?

 

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