FILMREIHE „NUNCA MAIS“ BERLIN: WIDERSTAND UND VERFOLGUNG WÄHREND DER BRASILIANISCHEN MILITÄRDIKTATUR

Padrão

FILMREIHE MIT VORTRÄGEN UND DISKUSSIONEN IM KINO EISZEIT | ZEUGHOFSTR. 20, 10997 BERLIN | EINE FILMREIHE DER NUNCA MAIS BRASILIENTAGE

DO, 27. MÄRZ 2014, – MI, 2. APRIL 2014 | KINO EISZEIT, BERLIN
 
 

Do, 27. März 2014, 19:30 Uhr | Eröffnung der Filmreihe: Deutschlandpremiere des Films „Verdade 12.528“ | Truth 12.528 (2013), Regie: Paula Sacchetta und Peu Robles (55 min.), OmeU

DOKUMENTARFILM: Der Film erklärt die Geschichte der 2012 eingesetzten Nationalen Wahrheitskommission der brasilianischen Regierung. Anhand von über 40 Interviews mit Zeitzeug_innen wird die aktuelle Diskussion über die Beschränkungen des Amnestiegesetzes und die Aufrechterhaltung der Erinnerung an diese Zeit geführt.


 
 

Do, 27. März 2014, 21:30 Uhr | Deutschlandpremiere des Films „Hoje” | Today (2011), Regie: Tata Amaral (90 min.), OmeU

SPIELFILM: Erzählt wird die Geschichte einer ehemaligen politischen Aktivistin, die Entschädigungszahlungen für ihren verschwundenen Ehemann erhält. Mit dem Geld kauft sie eine Wohnung und erhält am Tag ihres Umzuges Besuch, der sie über ihre Geschichte nachdenken lässt.


 
 

Fr, 28. März 2014, 20 Uhr | „Diário de Uma Busca” | Diary, Letters, Revolutions (2010), Regie: Flávia Castro (108 min.), OmeU

DOKUMENTARFILM: 1984 wird der Journalist und Aktivist der Linken, Celso Castro, tot in der Wohnung eines ehemaligen Nazis aufgefunden. Die Tochter und Regisseurin des Filmes zeigt auf persönliche Weise anhand seiner Geschichte und des Exils in zahlreichen Ländern ein Porträt Brasiliens.


 
 

Sa, 29. März 2014, 18 Uhr | „Tropicália” (2012), Regie: Marcelo Machado (87 min.), OmeU

DOKUMENTARFILM: In den 1960er Jahren, mitten in Zeiten der Diktatur, entsteht die kulturelle Bewegung Tropicália. Die Musiker Caetano Veloso und Gilberto Gil geben die Impulse für eine Musikrichtung, die sich für die Meinungsfreiheit und gegen die Tradition einsetzt.
„Tropicália“ zeichnet den Aufstieg der beiden Ikonen dieser revolutionären Musikströmung nach.Dabei entwirft der Film, ergänzt um Erinnerungen anderer Musiker_innen und Künstler_innen des „Tropicalismo“, ein faszinierendes Bild der elektrisierenden Musik und Kultur Brasiliens im Aufbruch.


 
 

Sa, 29. März 2014, 20 Uhr | Deutschlandpremiere des Films „Cidadão Boilesen” | Citizen Boilesen (2009), Regie: Chaim Litewski (92 min.), OmeU, Filmvorführung mit anschließendem Vortrag und Diskussion mit dem brasilianischen Journalisten und Zeitzeugen Bernardo Kucinski

DOKUMENTARFILM: Die finanzielle Unterstützung der Militärdiktatur durch den dänischen Unternehmer Henning Albert Boilesen, Vorsitzender von der Unternehmergruppe Ultra, wird durch zahlreiche Aussagen belegt. Er beteiligte sich am Aufbau der berüchtigten Repressionseinheit Operação Bandeirante.


 
 

So, 30. März 2014, 18 Uhr | „Que Bom Te Ver Viva” | How nice to see you alive (1989), Regie: Lúcia Murat (100 min.), OmeU, Filmvorführung mit anschließendem Vortrag und Diskussion mit der Regisseurin Lúcia Murat

DOKUMENTAR- UND SPIELFILM: Vier Jahre nach dem Militärputsch von 1964 setzte die brasilianische Regierung die Bürgerrechte außer Kraft. Dieses Dekret wurde als AI-5 berüchtigt. Mit dieser „harten Linie“, die General Emílio Garrastazu Médici verfolgte, wurde das systematische Foltern zu einer alltäglichen Praktik, der Unbeteiligte ebenso unterzogen wurden wie Aktivist_innen.
Die Regisseurin Lúcia Murat, die als ehemalige Guerillera während der Diktatur selbst verhaftet und gefoltert wurde, trägt mit ihrem Film, in dem acht Frauen zu Wort kommen, zum bisher schleppenden Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung bei.


 
 

So, 30. März 2014, 20 Uhr | „A memória que me contam” | Memories they told me (2012), Regie: Lúcia Murat (100 min.), OmeU, Filmvorführung mit anschließendem Vortrag und Diskussion mit der Regisseurin Lúcia Murat

SPIELFILM: Revolution und Terrorismus, Liebe und Sex, gescheiterte Utopien und Kompromisse. Die brasilianische Regisseurin und Ex-Guerillera erzählt in ihrem Film die Auseinandersetzung zwischen zwei sich nahe stehenden, sich entfremdeten Generationen. Ein paar alte Freund_innen – einst Mitglieder des radikalen brasilianischen Widerstandes – kommen am Sterbebett ihrer charismatischen Wortführerin wieder zusammen. Sie reflektieren die gemeinsame Vergangenheit und scheitern an der Gegenwart im Konflikt mit ihren erwachsenen Kindern.


 
 

Mo, 31. März 2014, 20 Uhr | „Marighella” (2012), Regie: Isa Grinspum Ferraz (100 min.), OmeU

DOKUMENTARFILM: Der Film „Marighella“ ist ein Porträt des Widerstandskämpfers Carlos Marighella, der das „Handbuch des Stadtguerilleros“ schrieb, und als Feind Nr. 1 der Militärdiktatur galt.
Marighella wurde 1969 in einem Hinterhalt umgebracht. Die Regisseurin, seine Nichte, stellt mit Zeitzeug_innen seine zahlreichen politischen Aktivitäten zwischen den Jahren 1930 und 1969 dar.


 
 

Di, 1. April 2014, 20 Uhr | „O Dia que Durou 21 Anos” | The day that lasted 21 years (2012), Regie:Camilo Tavares (73 min.), OmeU | Anschließend Diskussion mit dem Soziologen Dr. Luiz Ramalho und dem Zeitzeugen Clemens Schrage. Eine Veranstaltung der Freunde des Ibero-Amerikanischen Instituts e.V. im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage.

DOKUMENTARFILM: Der Film zeigt den Einfluss der US-Regierung auf den Putsch in Brasilien 1964 unter der Beteiligung von CIA Agenten und dem Weißen Haus. Mit Originaldokumenten wird beschrieben, wie die US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson sich organisieren, um den Präsidenten João Goulart zu stürzen und General Castelo Branco zu unterstützen.


 
 

Mi, 2. April 2014, 20 Uhr | „Condor” (2007), Regie: Roberto Mader (103 min.), OmeU | Eine Veranstaltung der Nunca Mais Brasilientage in Zusammenarbeit mit dem Lateinamerika-Forum Berlin

DOKUMENTARFILM: Der Film zeichnet anhand von Aussagen und Bilddokumenten die politische Krise Lateinamerikas unter den Militärdiktaturen der 60er und 70er Jahre nach.
Die Operation Condor bezeichnete das vom CIA unterstützte Abkommen zwischen den Geheimdiensten der Länder Brasilien, Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay und Bolivien. Der Staatsterrorismus ging mit verschiedenen Foltertechniken gegen die kommunistische und sozialistische Opposition vor. Allein in Argentinien sind ca. 30.000 Menschen verschwunden. Bis heute sind präzise Opferzahlen nicht bekannt.

Cartaz do filme Condor (2007)

Cartaz do filme Condor (2007)

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